Der Freitagmorgen kam dann schneller als gedacht. Ne kurze Nacht so zu sagen. Helmut übernahm für die paar Tage den Weckdienst und es roch schon jeden Morgen nach Kaffee, wenn ich in die Küche kam. Die Hunde auf Lidias Hof konnten es natürlich kaum erwarten, dass endlich jemand seine Nase in die Küchentüre steckte. Monika war schon fleißig dabei, die Notdurft der Nacht zu beseitigen.
Beim Frühstück wurde dann durchgesprochen, was wir am Tag so schaffen könnten und sollten. Dann machten wir uns wieder auf den Weg ins Tierheim.
Ein Holzregal, welches nur noch zur Beschäftigung der Hunde etwas taugte, musste abgeräumt werden. Wir bauten ein Metallregal auf. Es stand einmal im einem Verkaufsraum für T-Shirt und Co. Nun diente es für Futterdosen und Co. Ein weiteres Regal musste ein wenig verschoben werden. Beim Abräumen sprangen uns die ersten Mäuse entgegen. Sie fühlten sich arg in ihrer Ruhe gestört. Ratten und Mäuse sind ein großes Problem.
Nachdem wir die Dosen von links nach rechts geräumt hatten, Loli dem Schmutz zu Leibe gerückt war, war Mittag und wir konnten an unserem Carport weiter bauen.
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Das Dach musste drauf. Wir Frauen waren für die Leitungen und Schrauben zuständig. Die Männer kletterten auf der Leiter herum, um das Welldach anzubringen. Kurz bevor Irene ihre zweite Runde begann, waren wir fertig. Nun gab es also auch eine Unterstellmöglichkeit. Das Carport soll aber auch dazu dienen – wenn der Bau der Zwinger ansteht, braucht Loli eine Möglichkeit, die Hunde anders unterzubringen. Mit ein paar Bauzäunen kann man das Carport als Ersatzzwinger umfunktionieren.
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Dann machten wir uns wieder an die Innenarbeiten. Helmut verlegte weiter seine Leitungen, mein Mann bastelte mit einem Stück Kupferrohr einen neuen Türgriff. Diese sind hier im Tierheim absoluter Luxus. Mit einer Metallplatte wurde die Türe um die Griffe herum verstärkt. Wir sind mal gespannt, wie lange das hält. Die Hunde hüpfen mit solch einer Wucht vor die Tür, hätte ich mir so nicht vorstellen können.
Nun gut, Carport fertig, wenigstens eine Türe repariert, Leitungen/Rohre für Waschmaschine, WC und Waschbecken fertig installiert, Regale umgestellt, weitere Schränke an der Wand angebracht und wieder ein Tag zu Ende…..
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Bei Lidia im Haus angekommen gab es eine kleine Überraschung. Schon im Flur hörte man, dass es doch mehr als 4 Fellnasen sein mussten. Und so war es auch. Als wir in die Küche kamen, liefen uns 1, 2, 4, 8, nein, 18 Hunde entgegen. Wow, was für eine Begrüßung. Wir kamen kaum dazu, Lidia zu begrüßen, die übers Wochenende gemeinsam mit ihrem Freund und seinen Kindern ihre Eltern in Pedro Munoz besuchte.
Lidia dürfte einigen bekannt sein, denn es gibt mehr als ein Video von ihr bei You Tube, wo sie Hunde rettet. Mit gebrochenem Englisch, hätte ich in der Schule doch mal besser aufgepasst, erzählte sie uns, dass sie auch in Burgos, wo sie nun lebt, Hunde bei sich aufnimmt.
Bevor sie dann ging, sprachen wir ab, wo welche Hunde die Nacht verbringen. Am liebsten natürlich alle im Bett…….
Ja, dann war auch der Freitag zu Ende.