Sonntag der 13.12.09 - Monika hat sich heute Nachmittag auf die Heimreise gemacht. Es liegen über 6000km hinter ihr.
Gestern Abend gegen 20Uhr ist sie bei mir hier in Eschwege angekommen. Bis in die tiefe Nacht haben wir zusammen gesessen. Sie hatte so viel zu erzählen...
INFO: Bilder können durch anklicken vergrößert werden.
Alle Bilder auf einem Blick:
http://picasaweb.google.de/Futterkette/DieReiseImDezember2009#
************************************************************
Bilder von den Sachspenden finden Sie links in der Leiste unter:
Sachspenden angekommen.
************************************************************
Beginnen wir mit einem Video. Das ist die Geräuschkulisse die Loli und Irena wärend ihrer Arbeitszeit um die Ohren haben.
**********************************************************
Monika machte ihren ersten Stop bei einer Bekannten von Loli, Elli. Sie lebt seit Jahren in Katalonien und spricht perfekt Deutsch. Mit ihr gemeinsam besuchte sie dort ein Tierheim, welches unter
Deutsch/Schweizer Leitung geführt wird. Progat Ampuria. Durch Kontakt zwischen Elli und dem Tierheim entstand die Idee, den Galgo bekannt zu machen. In Katalonien kennt man den Galgo nicht. Auch
die Umstände sind diesen Menschen fast fremd! Immer wenn Elli mit ihren Galgos am Strand der Costa Brava spazieren geht, wird sie angesprochen, welch wunderschöne Rasse das denn wäre.
Es soll ein Pilotprojekt werden - hinter der Idee steckt das Vorhaben, die Galgos in der Region zu vermitteln. Die ersten 2 Kandidaten sollen Galgos von Loli sein. Man fragte bei dem Besuch, ob
denn noch Platz vorhanden wäre, um eine kranke Galga aufzunehmen - Jashmina! Wir haben ihnen die Maus unter den Patenhunden vorgestellt.
Sie sahen sich die Bilder von der Fellnase an und waren sich sofort einig, dass diese Galga unbedingt Ruhe braucht, um gesund zu werden. Diese Ruhe können sie ihr in diesem TH geben. Jashmina und
die beiden anderen Galgos bleiben weiterhin Hunde von Loli, es ist nur eine andere Unterkunft, wo sie ab diesem Zeitpunkt leben und vermittelt werden. Loli wird sie noch in dieser Woche
persönlich hinfahren. Natürlich möchte sie sich erst ein Bild machen!
Für die Hunde wird es ein Segen sein!
Das ist Jashmina heute. Sie sieht auf den ersten Blick schon viel besser aus, aber nur beim ersten! Ihr Fell beginnt langsam wieder zu wachsen, auch hat sie schon ein paar Gramm zugenommen. Sie ist immer noch sehr ängstlich. Wenn Monika mit dem Fotoapperat kam, lief sie weg. Ich habe das Bild vergrößert sonst könnte man sie nicht erkennen.
Lust zum spielen hat sie keine.
Die Zeit bei Elli verging wie im Flug.
Ankunft bei Loli und Juan war der Sonntagabend. Der neigte sich schnell dem Ende. Kommunikation zwischen Loli, Juan und Monika, fand über das Internet statt. Unterhaltungen über Übersetzer dauern
länger und sind nicht immer wirklich gut zu verstehen....
**********************************************************
Montag morgen, Loli bekam einen Anruf, dass ihre Mutter notoperiert werden musste. So musste sie sich schon von Monika wieder verabschieden, denn sie würde die Woche nicht mehr wieder
kommen.
Monika half Juan im Haus, denn auch dort müssen täglich 12 Hunde und einige Katzen versorgt werden.
Ein Tag im Tierheim ...
Gegen 9 Uhr fuhr sie dann zum Tierheim und traf sich mit Irena - die gute Seele vom Tierheim. Jeden Morgen um 9 Uhr kommt sie mit dem Fahrrad.
Nach einer herzlichen Begrüßung betrat Monika nach Monaten wieder das Tierheim. Ein trauriges Bild welches Monika dar bot.....
Gleich im Eingangsbereich - der Fußboden nass.
Irena betrat dann mit ihr den Hof, ein Bild, welches nicht weniger traurig war! Alles aufgeweicht, viele Zentimeter tiefe Pfützen...
Irena öffnete die ersten Zwinger, damit sich die Hunde im Freien bewegen können.
Dann beginnt sie damit, die Schlafräume und Zwinger zu reinigen. Decken, die über Nacht in tausend Fetzen gerissen wurden, werden eingesammelt. Die Tiere haben tödliche Langeweile und alles, was man zum Spielen nehmen kann, wird auseinander gezippelt. Decken sind mit das Wichtigste, was sie im Tierheim brauchen!
Alle Hundekörbe werden übereinander gestapelt und anschließend spritzt Irena mit einem Wasserschlauch den Boden ab. So werden die verrichteten Geschäftchen zusammen getragen. Danach werden sie mit einer Schippe aufgenommen und in Säcken entsorgt.
... manche Fellnasen finden trotzdem ein Plätzchen :)
Auch wenn sich Irena viel Mühe gibt, mit dem Abzieher das Wasser abzuziehen, eine Restfeuchte bleibt immer. Da es keine Heizung gibt, wird es im Winter niemals trocken.
Für die Helfer gibt es in den Stunden keine Möglichkeit, sich mal aufzuwärmen, und es ist jetzt schon sehr kalt in Pedro Monuz....
Auf den Bildern kann man erkennen, wie die Feuchtigkeit sich ihren Weg bahnt. Die Türrahmen fangen an zu rosten, Schrankfüße quellen langsam auf.
Futter lagert nur so viel wie sie brauchen. Der Rest lagert bei Lidia im Haus. Es ist viel zu nass, es würde alles verderben!
Die Kleinen Racker und die Welpen, werden seperat im Gang untergebracht. Sie würden zwischen all den großen Hunden unter gehen.
Diese kranke Püppi wartet geduldig bis alles sauber ist. Frisch operierte Hunde laufen zwischen den anderen Tieren herum. Es gibt keine Möglichkeit sie seperat unter zu bringen.
Weiter Bilder im Gebäude:
Nachdem die Schlafräume und Innenzwinger gereinigt sind ist der Hof dran.
An Trostlosigkeit ist er, gerade in dieser Jahreszeit, kaum noch zu übertreffen! In dieser Einöde verbringen die Hunde jeden Tag, jeden Monat - das ganze Jahr.
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash Version 9.0.28!
Bitte installieren Sie den aktuellen FlashPlayer.
Es gibt keinerlei Beschäftigung! Kein Strauch oder Baum an dem man schnuppern könnte. Keine Ecke wo man sich mal hinlegen könnte. Es gibt hier nur eine Beschreibung: NICHTS.
Das viele Wasser auf dem Hof entsteht nicht nur durch Regen. All das Wasser, welches man benötigt, um die Innenräume zu säubern, läuft auf den Hof. Es gibt keine Rinne, keinen Ablauf. Immer noch
schöpfen die Helfer das Wasser mit einem Behältnis ab in einen Eimer. Dieser wird dann in einem Gully, der sich mitten auf dem Hof befindet, entsorgt.
Monika hatte eine Pumpe mitgebracht, diese hat sie wieder mitgenommen. Eine tolle Idee aber nicht wirklich umsetzbar. Das Kabel lädt die Hunde zum spielen ein. Die Pumpe selbst ist auch höchst
interessant. Man kann seine Augen nicht überall haben, schnell ist das Stromkabel angekaut und dann gefährlich.
Wenn Irena ihre Arbeit beendet hat, sammelt sie wieder alle Hunde ein, denn auch am Tag können sie nicht auf dem Hof bleiben. Dann verlässt sie meist gegen 14 Uhr das Tierheim.
Die zweite Runde beginnt dann gegen 17 Uhr...
Da es um diese Zeit schon dunkel ist macht Irena nur noch mal einen Gang durch die Zwinger und Schlafräume. Dort wo die Decken den Hunden zum Opfer gefallen sind, werden neue ausgelegt. Futter wird noch mal aufgefüllt soweit wie nötig. Der Tag endet dann gegen 19 Uhr. Dann sind die Hunde alleine, kein Licht, keine Wärme...
Klicken sie hier und sie sehen noch viele Bilder die Monika vom Hof gemacht hat:
In Pedro Munoz sieht jeder Tag so aus! Da Loli nicht da ist, ist Irena froh, dass Monika ihr zur Hand gehen kann.
Monika nutzte natürlich auch die Zeit, um kleinere Reparaturen durch zu führen. An den Türen waren die Scharniere locker, mit ein paar Schrauben war das schnell behoben. Regale, die noch auf
wackeligen Füßen standen, wurden fest geschraubt.
Es ist nicht einfach zwischen so vielen Hunden in "Ruhe" zu arbeiten. Monika musste gut auf ihr Werkzeug aufpassen. Schnell war ein 2kg Hammer auf vier Füßen unterwegs. Schraubenzieher und Zange
waren nicht weniger Interessant. Hunde weg sperren ist auf dem engen Raum kaum möglich.
Aber sie hat sich durchgesetzt und jede Schraube, jeder Nagel fanden den Platz, wo sie fehlten.
Die Hunde haben nichts, womit sie sich beschäftigen können. Wir haben viele, viele Spielsachen mitgeschickt, aber wirklich verwenden können es die Helfer nicht. Schnell ist eine Rangelei im Gange. Wenn ein Hund etwas für sich gefunden hat, sind gleich mehrere hinter ihm her.
Es gibt immer einen den man ärgern kann!
**********************************************************
Eine schöne Abwechslung sind die Ratten, die zu Hauf im Tierheim sind. Sie kriechen unter der Tierheimmauer hindurch. Etwas zu fressen finden sie da ja immer. Sie befinden sich in freundlicher
Begleitung von Mäusen.
Dieser Plage werden sie im Tierheim nicht Herr. Es kann kein Gift ausgelegt werden, die Hunde würden es fressen!
Sie haben sich schon viele Wege gebuddelt. An der Mauer entlang hat Monika mit einem Stock in einen Sandhaufen hinein gestochen, eigentlich wollte sie ihn nur lose machen, um ihn dann zu
verteilen. Mit einem Male sackte ein großes Stück zusammen. Die Hunde fanden es toll, es gab mal wieder was zu tun.
In der Mitte der Mauer sieht man das sich eine Ratte einen Weg gefressen hat!
Hier hatte Monika die Sandhügel locker gemacht. Für die Hunde war es eine Einladung zum buddeln.
... noch ein paar Eindrücke...
**********************************************************
Die Unterbringung der Galgos. Diese Bilder brauchen keine Beschreibung.
Hier muss unbedingt was geschehen!
Die Verlegeplatten quellen immer mehr auf. Monika hat mal versucht eine Platte anzuheben. Sie sind durch die Feuchtigkeit sehr schwer geworden aber schlimmer, es riecht ganz fürchterlich! Und was für den Menschen schon unangenehm riecht, wie mag es für solch gute Nasen sein.
Die Zustände an den Außenzwingern, wo sich die Galgos befinden , sind mehr als schlimm.
Die Gatter sind mit Kabelband verbunden. Die Wellplatten die vor Wind schützen sollen, sind ganz wackelig. Die feuchten Verlegeplatten laden nicht zum hinlegen ein! Die einzigen die sich wohlfühlen sind die Ratten!
**********************************************************
Donnerstag - Der letzte Tag.
Zum Schluss gibt es noch etwas Erfreuliches. Monika hat 8 Hunde mit auf die Reise nach Deutschland genommen. Sie stehen links in der Leiste unter Vermittlung. Birgit Brachem von der Initiative Streunerhunde e.V. unterstützt uns hier. Sie hat die Erfahrung, die man mitbringen sollte, um Hunde in ein gutes Zuhause zu vermitteln.
Für diese 8 Fellnasen beginnt hoffentlich eine neue Zukunft. Eine Zukunft ohne Leid.
Müde, aber ohne Panne, konnte Monika den ersten Hund, Poncho, dem Mann von Jeannette, übergeben. Ein paar Kilometer weiter konnte sie die anderen 7 Hunde an Birgit übergeben. Alle hatten die Fahrt gut überstanden.
Nun warten sie in ihren Pflegestellen auf ein Zuhause.
***********************************************************
Wir haben Ihnen einen Tag im Tierheim beschrieben. Tag ein Tag aus tut man alles, damit es den Hunden gut geht. Wir können hier beschreiben, wie die Arbeit von Loli, ihrem Mann und den Helfern aussieht. Was wir nicht beschreiben können, wie es ihnen dabei geht. Jeden Morgen, wenn sie das Tor zum Tierheim öffnen, die Räume betreten, wissen sie nicht, was sie erwartet. War es eine ruhige Nacht? Es kommt vor, dass Hunde sich kabbeln, manchmal geht es glimpflich aus, manchmal ist am Morgen eine Fahrt in die Klinik nötig. Wenn Loli etwas ändern könnte - sie würde es tun! Sie ist im Moment schon froh, dass die Hunde nicht hungern müssen. Aber die Tierarztkosten reißen immer größere Löcher in ihren Geldbeutel! An eine Renovierung ist nicht zu denken. Gerade hier wäre es so wichtig. Sie haben die Bilder gesehen. Die Hunde frieren, manche sind krank...
Monika beendete ihren Besuch nicht mit einem Abschied. Es wird ein Wiedersehen geben! Vielleicht im Frühjahr 2010.
Wir werden die Zeit bis dahin nutzen und Spenden sammeln.
Mit ihrer Hilfe können wir einiges erreichen!
Es ist noch ein langer Weg bis wir schreiben können dies ist ein "schönes" Tierheim. Aber wir gehen diesen Weg gerne -
Mit ihrer Hilfe!
Es hat geschneit und es gibt keinen Platz zum wärmen...
***********************************************************
***********************************************************
***********************************************************
Gestern Abend gegen 22Uhr war es geschafft. Vollgepackt machte sich Monika auf ihre lange Reise.
Passend zum Nikolaus werden all die Sach- und Futterspenden bei den Fellnasen in Spanien ankommen..........
****************************************************
Gegen 15.30Uhr traf Monika bei mir ein. Wir nahmen uns kurz Zeit für eine Tasse Kaffee.
Dabei sprachen wir darüber was sie sich für diese Reise vorgenommen hat. Mehr wird vorerst nicht verraten - Sie bat mich um Geduld, denn was sie sich vorgenommen hat, ob dies auch alles umzusetzen ist, weiß sie erst wenn sie vor Ort ist.
Wir dürfen also auf ihren Reisebericht sehr gespannt sein!
Dann machten wir uns daran den Bus zu packen..........
Zuerst mussten die Spenden, die Monika von Birgit Brachem (Initiative-Streunerhunde e.V.)mitgebracht hatte, wieder ausgeladen werden. Planung war gefragt.
Vor der Planung steht natürlich der "Überblick"
Der "Durchblick" fehlte erst mal :)
Wie man sehen kann hat der Bus einen Zwischenboden.
Die schweren Sachen - Futterdosen und Futtersäcke, Leckerchen, kamen nach unten in der Bus.
Monika musste in den Bus hinein grabbeln. Das war ein Foto wert.
..... ein Päuschen.
Gedanklich gingen wir die Sachen durch die noch zu verladen waren. Es musste ja sinnvoll verstaut werden damit alles mit kann.
.... und es musste noch viel verstaut werden!
Im hinteren Teil unten, verstauten wir die Werkzeugkiste - Monika hat alles dabei was ein richtiger Handwerker braucht.
Mit im Gepäck :
Einen Werkstattofen - angeschlossen an Strom, gefüllt mit Diesel, bringt er den Fellnasen wärme..........
Im oberen Teil fanden Bettwäsche, Handtücher und Wolldecken ihren Platz.
Mit Müllsäcken (in Rollen) füllte Monika auch das letzte Eckchen
Die private Tasche und Kartons mit Geschenken für die Helfer, Loli und Lidia, kamen zum Schluss.
Der LETZTE Karton......
... sitzt, wackelt und hat Luft!
Mehr geht nicht...
UND DIE REISE KANN BEGINNEN.............
Ich, wir sind alle gespannt auf das was Monika uns von ihrer Reise mitbringt.
Wir sind neugierig darauf was sie in den paar Tagen erleben wird. Was sie von ihren Ideen umsetzen kann.
Ihr Besuch ist bis zum 10.12. geplant.
Wir warten, wir werden dann berichten ...................
Eine Woche ist schon wieder vergangen. Monika macht sich morgen wieder auf den langen Weg nach Hause. Sie hat viel zu erzählen. Es gibt trauriges aber auch lustiges.....
Sonntag treffen wir uns, werde Zettel und Stift in der Tasche haben um mir zu notieren was Monika zu erzählen hat...