Samstag, eigentlich hätten wir an diesem Morgen keinen Wecker gebraucht. Die Nasen taten tatkräftig kund, dass es Zeit war zum Aufstehen. Den Kaffee mussten wir aber selber kochen.

Nachdem die einen wieder den Hof gesäubert haben und die anderen den Tisch deckten, konnten wir frühstücken. Unter strenger Beobachtung! Auch wenn das jetzt brutal klingt, die Mäuse blieben während dessen draußen. Einen gedeckten Tisch gegen 18 Hunde zu verteidigen, ist nicht einfach. Wir haben es versucht.

Dann ging es zur letzten Runde ins Tierheim.

Die Frauen waren schon wieder fleißig, wie jeden Morgen, wie jeden Tag – das ganze Jahr!

Die Toilettenwände waren dran. Helmuts Freund sang ein Liedchen, Philippe weinte ach so bitterlich. Wir beschlossen, ihn im Gang herum laufen zu lassen und siehe da, es war eine fast himmlische Ruhe. Eigentlich sollte kein Hund im vorderen Bereich herumlaufen. Ständig gehen die Türen auf und man muss verdammt aufpassen. Die Tiere sind so „sortiert“, wie sie sich verstehen, einen Fehler und man hat eine Keilerei.

 

Phillipe, er hat soooo schön geweint.

 

PS. er sucht noch ein Zuhause...

Ohne hündischen Zwischenfall konnten die Wände fachgerecht angebracht werden. Das nahm den ganzen Vormittag in Anspruch.

Über den Mittag begannen Michael und ich die Leitungen der Waschmaschine zu verstecken.

Das Ergebnis der ersten Nacht.

Nichts ist vor den Fellnasen sicher.

Monika und Helmut verpackten das Waschbecken.

Da kam Loli vorbei und bat uns zu sich nach Hause, um gemeinsam zu essen. Mit Freuden nahmen wir an.

Die Wartezeit bis Juan mit dem Essen kam, haben wir, wie hätte es anders sein können, mit krabbeln und schmusen der Hunde verbracht. Erst begrüßten wir die Fellnasen auf der Terrasse. Klein und Groß tummelten munter und putzig umher. Die Sonne schien und ich hatte das Gefühl, dass sie jeden Strahl aufnehmen wollten.

Dann ging es zu den Welpen. Ich glaube, es ist immer etwas Besonderes, solch ein kleines Wesen zu berühren und es überkam mich für einen Augenblick ein so tolles Glücksgefühl. Diese kleinen Knäuel hatten es geschafft. Sie können in Lolis Obhut groß werden, erfahren was es bedeutet geliebt zu werden. Ich wünschte, dass alle Tierkinder dieser Welt solch ein Glück erfahren könnten. Es sind nur einige wenige die gerettet werden können. Die Jenigen, die ihr Leben nicht in kargen Löchern verbringen müssen und die ihr Dasein nicht damit verbringen müssen, ihrem Herren zu dienen….

Ach ja, ich dachte, nur nicht traurig werden. Solange es so Menschen wie Loli und ihren Mann gibt, gibt es Hoffnung.

Das Essen war gut und der Kaffee danach machte uns wieder munter, um die letzten Handgriffe im Tierheim zu tätigen.

Während Monika und ich anfingen das Werkzeug einzuladen, machte Helmut den ersten Probelauf von der Toilette. Loli war die Erste. Alles lief! Auch zur Freude von Elena und Irena. Das hieß Büsche

ADE !

Die Leitungen waren dicht, der Strom funktionierte, die Waschmaschine war gesichert und lief. Es war also geschafft.

 

Futterkette für Spanien

Bettina Baumgärtner

63225 Langen

Mail: tina.baumgaertner@t-online.de