Reisebericht vom 12.05. - 16.05.2010

 

 

Der Mittwoch selbst ist hier kaum der Rede wert. Außer dass wir geduldig darauf warteten, von A nach B zu kommen, der Flieger Verspätung hatte, gibt es noch nichts zu berichten.

Außer - als wir in Lidias Haus ankamen - begrüßten uns vier Hunde. Wow, war die Freude groß. Noch ein paar Hände, die krabbeln und streicheln würden. Ein buntes Rudel, welches uns nicht einen Augenblick aus den Augen ließ. 3 von ihnen würden Spanien für immer verlassen und eine neue Chance in Deutschland bekommen. Aber das wussten sie ja noch nicht.

Der Abend verging wie im Flug. Die beiden erzählten, dass sie es schon geschafft hatten die Metallschränke aufzuhängen. Schwere Arbeit, kann ich nur sagen, einer wog ca. 30kg. Monika hatte sich mit Absicht für Metall entschieden, die Mäuse sollten keine weitere Chance haben, die Medikamente oder andere Sachen zu zerknabbern. Also hier würden sie sich die Zähne dran ausbeißen. Das WC und das Waschbecken hatten ihren Platz gefunden. Der Anfang der Leitungen war gemacht.

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Am Donnerstag morgen fuhren wir dann gemeinsam ins Tierheim und mein Mann und ich sahen das erste Mal all die vielen Mäuse denen unsere Hilfe gilt. Ein Trubel und eine Lautstärke wie ich sie mir nie hätte vorstellen können. Monika zeigte uns die Räume. Sie sagte mir ja schon, es sei alles sehr beengt, aber so? Jede Ecke, jeder Winkel im Tierheim wird genutzt, um den Fellnasen einen Schlafpatz zu bieten. Die Wände sind bis zu einem Meter hoch nass. Die Hunde verrichten ihre Notdurft, die dann wieder mit enorm viel Wasser entsorgt wird. Da bleibt keine Mauer trocken! Die Türen sind total demoliert, Türgriffe gab es mal. Mit Ketten versucht man die Türen geschlossen zu halten.

Aber wir waren ja nicht nur zum gucken da. Helmut benötigte noch ein paar Materialien um die Waschmaschine in Betrieb zu nehmen. Wenn ichs gewußt hätte, hätten wir lieber eine andere Arbeit gemacht. Versuch mal in Spanien z.B. eine Muffe mit Innen - und Außengewinde zu kaufen. Es versteht dich kein Mensch! Und Hände und Füße helfen da nicht viel. Jedenfalls, um all das zu besorgen – Winkel um die Schränke zu stabilisieren, Schrauben, Rohre usw. haben wir gut und gerne 5 Stunden verbracht. Aber, so lernt man ein paar Geschäfte im Ort kennen.

In der Mittagszeit konnten wir damit beginnen das Carport aufzubauen. Während die Hunde im Hof sind, ist ein Arbeiten nicht möglich! Schraubenzieher und Co. bekommen Beine. Sie können alles gebrauchen.

Nachdem man mit den Kanthölzern einen Winkel gelegt hatte, konnte es auch los gehen. Die Bodenhülsen mussten versenkt werden. Keine leichte Arbeit. Dann ging es recht flott. Das Carport hatte Beine. Die bepinselte Monika mit Teer, damit sie wenigstens eine lange Zeit der Notdurft stand halten. Die Dachträger waren angebracht, dann war die Mittagspause auch schon wieder vorbei.

Nach der Mittagspause, es war auch schon 15.30,  gab es dann auch etwas zu essen für uns :))

Anschließend - Monika und ich machten uns wieder auf den Weg um noch ein paar Teile zu holen. Auch in Spanien sind die Geschäfte über den Mittag geschlossen.

Bei manchen hab ich zu Monika schon gesagt, wenn wir da jetzt noch mal vorfahren, schließen die ab und werfen den Schlüssel weg.

Aber eins muss ich sagen, überall wo wir waren sind alle sehr nett gewesen. Wir haben auch erzählt, für wen wir die Sachen brauchen. Wir hatten nicht das Gefühl, dass man uns nicht helfen möchte.

Zu guter Letzt haben wir so ziemlich alles bekommen was wir brauchten. Was wir nicht bekamen, dafür hat sich Helmut eine Alternative gebastelt. Der Mann war Gold wert!

Während wir Frauen in der Gegend umher düsten, haben die beiden Männer die Leitungen für Wasser und Strom weiter gelegt.

Ich nutzte jede Gelegenheit Bilder zu machen. Die Hunde wollten ja auch Streicheleinheiten haben, die ich ihnen nur allzugerne gab.

So verging der Donnerstag.

 

Futterkette für Spanien

Bettina Baumgärtner

63225 Langen

Mail: tina.baumgaertner@t-online.de